Der Wiener Walzer ist eienr der ältesten und bekanntesten Gesellschaftstänze der Welt. Er gehört zu den Standardtänzen und ist vor allem durch elegante Bälle, Hochzeiten und den Wiener Opernball bekannt. Er entstand im 18. Jahrhundert in Österreich und Süddeutschland und entwickelte sich zu einem der beliebtesten Tänze Europas.
Der Wiener Walzer wird im 3/4-Takt getanzt und ist deutlich schneller als der Langsame Walzer. Das Tempo liegt bei etwa 58-60 Takten pro Minute. Durch die schnellen Drehungen und die fließenden Bewegungen wirkt der Tanz leicht und elegant, erfordert jedoch eine gute Technik und Kordition.
Charakteristisch für den Wiener Walzer sind die Rechtsdrehung und die Linksdrehung. Diese beiden Figuren bilden die Grundlage des gesamten Tanzes. Zusätzlich gibt es den Wechselschritt, der den Wechsel zwischen Rechts- und Linksdrehungen ermöglicht. Fortgeschrittene Tänzer lernen weitere Figuren und Kombinationen.
Bei Tunieren werden unter anderem Haltung, Fußtechnik, Taktgefühl, Musikalität, Führung, Drehtechnik sowie die Harmonie des Tanzpaares bewertet. Wegen des hohen Tempos sind eine gute Balance und Ausdauer besonders wichtig.
Der Wiener Walzer eignet sich für Tänzer, die den Langsamen Walzer bereits sicher beherrschen. Beide Tänze haben denselben Takt und eine ähnliche Haltung, unterscheiden sich jedoch deutlich im Tempo und in der Dynamik.
Merksatz: Der Wiener Walzer ist schnell, elegant und drehungsreich. Wer den Rhythmus hält, eine gute Haltung bewahrt und kontrolliert dreht, kann den Tanz leicht und schwebend wirken lassen.