Der Discofox ist ein moderner Gesellschaftstanz, der paarweise getanzt wird. Er ist einer der beliebtesten Tänze in Deutschland, weil er leicht zu lernen ist und zu vielen Liedern passt. Er entstand Ende der 1960er Jahre und entwickelte sich aus dem Foxtrott und dem amerikanischen Hustle. Heute wird Discofox auf Hochzeiten, Geburtstagen, Tanzveranstaltungen und sogar bei Tunieren getanzt.
Das Besondere am Discofox ist, dass er zu sehr vielen Musikrichtungen passt. Getanzt wird hauptsächlich zu Musik im 4/4-Takt, zum Beispiel zu Schlager, Pop, Rock, Disco oder modernen Partyhits. Dadurch ist er ein vielseitiger Tanz, den man fast überalll einsetzen kann.
Beim Discofox gibt es unterschiedliche Tanzhaltungen, zum Beispiel die geschlossene Haltung, die offene Einhandhaltung oder die Doppelhandhaltung. Während des Tanzes wechseln die Partner häufig zwischen diesen Haltungen. Die führende Person gibt dabei durch kleine Bewegungen und Krperspannung die Richtung und die nächste Figur vor. Eine gute Führung, ein sicheres Taktgefühl und Blickkontakt erleichern das Tanzen.
Zu den bekanntesten Figuren gehören der Platz-wechsel, die Damendrehung, die Herrendrehung, die Brezel, das Körbchen, die Wickelfigur, die Schiebetür und die Windmühle. Anfänger beginnen mit einfachen Figuren und erweitern ihr Repertoire nach und nach.
Bei Tunieren werden unter anderem Technik, Taktgefühl, Haltung, Führung Figurenvielfalt, Musikalität und die Harmonie des Tanzpaares bewertet.
Für Anfänger gilt: Zuerstsollte der Grundschritt sicher sitzen. Wichtig ist außerdem, immer im Takt zu bleiben, kleine Schritte zu machen und auf eine entspannte Körperhaltung zu achten. Erst wenn der Grundschritt sicher beherrscht wird, sollten schwierigere Figuren geübt werden.
Merksatz: Der Grundschritt ist die Grundlage des Discofox. Wer sicher im Takt tanzt und gut führt beziehungsweise der Führung folgt, kann viele Figuren miteinander kombinieren und den Tanz abwechslungsreich gestalten.