Der Langsame Walzer ist einer der bekanntesten Standardtänze und gehört zum Welttanzprogramm. Er entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in England und entwickelte sich aus dem Wiener Walzer. Im Gegensatz zum Wiener Walzer wird er deutlich langsamer getanzt und wirkt ruhig, elegat und fließend. Deshalb ist er besonders beliebt auf Bällen, Hochzeiten und festlichen Veranstaltungen.
Getanzt wird der Langsame Walzer im 3/4-Takt. Charakteristisch sind die gleichmäßigen, schwebenden Bewegungen sowie das Heben und Senken des Körpers (Rise and Fall). Dadurch entsteht der Eindruck, als würde das Tanzpaar über die Tanzfläche gleiten.
Eine gute Tanzhaltung ist besonders wichtig. Der Oberkörper bleibt aufrecht, die Schultern sind entspannt und die Arme bilden einen stabilen Rahmen. Die führende Person gibt durch Körperbewegungen die Richtung und die Figuren vor, während die folgende Person auf diese Signale reagiert.
Zu den wichtigsten Figuren gehören der Grundschritt, Rechtsdrehung, Linksdrehung, Wechselschritt, geschlossene Wechsel und Flechtfiguren. Fortgeschrittene lernen zusätzlich Figuren wie den Spin Turn oder den Hover Corte.
Der Langsame Walzer eignet sich sehr gut für Anfänger, weil er ein Gefühl für Takt, Haltung und Führung vermittelt. Gleichzeitig bildet er die Grundlage für viele andere Standartänze.
Merksatz: Der Langsame Walzer lebt von fließenden Bewegungen, einer aufrechten Haltung und einem gleichmäßigen Rhytmus. Nicht Schnelligkeit, sondern Eleganz und Harmonie machen diesen Tanz aus.