Der Tango ist ein ausdrucksstarker und eleganter Standardtanz und gehört zu den fünf Standardtänzen im Welttanzprogramm. Er entstand Ende des 19. Jahrhunderts in den Hafenvierteln von Buenos Aires (Argentinien) und Montevideo (Uruguay): Aus einer Mischung verschiedener europäischer und südamerikanischer Tänze entwickelte sich der heutige Tango, der weltweit zu den bekanntesten Gesellschaftstänzen zählt.
Der Tango wird im 4/4-Takt getanzt. Im Gegensatz zum Langsamen Walzer oder Foxtrott gibt es keine fließenden Hebe- und Senkbewegungen. Stattdessen zeichnet sich der Tanz durch präzise Schritte, schnelle Richtungswechsel und markante Pausen aus. Dadurch wirkt der Tango kraftvoll, leidenschaftlich und kontrolliert.
Getanzt wird in einer geschlossenen Tanzhaltung. Die Tanzpartner bewegen sich gegen den Uhrzeigersinn auf der Tanzfläche. Die führende Person gibt durch klare Körperbewegungen die Richtung und die Figuren vor. Eine gute Körperspannung und eine deutlich Führung sind beim Tango besonders wichtig.
Zu den wichtigsten Figuren gehören der Grundschritt, Progressive Side Step Linksdrehung, Rechtsdrehung, Promenade, Closed Promenade, Rock Turn, Open Reverse Turn und der Five Step. Fortgeschrittene Tänzer kombinieren diese Figuren zu längeren Folgen.
Charakteristisch für den Tango sind eine aufrechte Haltung, gebeugte Knie, kurze und präzise Schritte sowie plötzliche Stopps und Richtungswechsel. Die Bewegungen wirken scharf und entschlossen, während der Oberkörper ruhig bleibt.
Der Tango eignet sich für Tänzer, die bereits Erfahrungen mit Standardtänzen gesammelt haben. Er verbessert die Körperkontrolle, Balance, Führung und das Rhythmusgefühl.
Merksatz: Der Tango lebt von klaren Bewegungen, präziser Führung und ausdrucksstarker Körperhaltung. Nicht Geschwindigkeit, sondern Kontrolle, Charakter und Leidenschaft machen diesen Tanz einzigartig.