Jive

Der Jive ist ein schneller und energiegeladener lateinamerikanischer Tanz und gehört zu den fünf Lateintänzen im Welttanzprogramm. Er entstand in den 1930er- und 1940er-Jahren in den USA und entwickelte sich aus afroamerikanischen Tänzen wie dem Swing und dem Jitterbug. Heute ist der Jive vor allem durch seine schnellen Schritte, Sprünge und seine fröhliche Ausstrahlung bekannt.

Getanzt wird der Jive im 4/4-Takt. Das Tempo ist sehr hoch und macht den Tanz zu einem der anstrengendsten Gesellschaftstänze. Er wird häufig zu Rock-’n‘-Roll-, Boogie-, Swing- oder schneller Popmusik getanzt.

Die Tanzhaltung wechselt zwischen offener und geschlossener Position. Viele Figuren werden mit einer Hand getanzt und enthalten schnelle Drehungen sowie Platzwechsel. Die führende Person gibt die Bewegungen und Figuren vor, während die folgende Person auf die Führung reagiert.

Zu den wichtigsten Figuren gehören der Grundschritt, Platzwechsel, Damendrehung, Herrendrehung, Link und Rechtsdrehung, American Spin sowie verschiedene Wickel- und Kombinationselemente oder besonders schnelle Figuren.

Charakteristisch für den Jive sind federne Knie, schnelle Fußarbeit, eine aufrechte Körperhaltung und eine lebendige Ausstrahlung. Trotz des hohen Tempos sollten die Bewegungen kontrolliert und sauber ausgeführt werden.

Der Jive eignet sich für Tänzer, die bereits Erfahrungen mit Lateintänzen gesammelt haben. Er verbessert die Koordination, Reaktionsfähigkeit, Ausdauer und das Rhythmusgefühl.

Merksatz: Der Jive lebt von Schnelligkeit, Energie und guter Laune. Wer den Rhythmus „1 – 2 – 3 und 4 – 5 und 6“ sicher beherrscht und sauber tanzt, bringt den Tanz lebendig und dynamisch auf die Tanzfläche.